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Wittow

Im Windland Wittow

Die Halbinsel Wittow, die lange Zeit auch unter dem Namen Wittmund bekannt war, befindet sich am nördlichsten Zipfel von Rügen. Auf ihr sind die vier Gemeinden Breege, Putgarten, Altenkirchen und Dranske zu finden. Durch eine schmale Landverbindung, die sogenannte Schaabe, ist Wittow außerdem mit der benachbarten Halbinsel Jasmund verbunden. Vom Rügener Hauptland aus ist sie allerdings nur mit der Fähre zu erreichen.

Der Norden von Wittow, und damit ein Großteil der Gemeinde Putgarten, gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Hier liegt auch Mecklenburg-Vorpommerns nördlichster Punkt, der Gellort der als Aussichtspunkt einen tollen Blick über die Landschaft der Region bietet. Direkt am Gellort ist außerdem der sogenannte Siebenschneiderstein zu finden, der als viertgrößter der Insel Rügen auch dessen nördlichsten Punkt markiert.

Die Halbinsel verfügt nicht zuletzt dank des großen Naturschutzgebiets des Nationalparks über eine einzigartige Landschaft. Sie ist unter Wanderern und Radfahrern vor allem aufgrund ihrer Vielfältigkeit beliebt. Hier können malerische Steilküsten und idyllische Wälder genauso wie beeindruckende Bauwerke und nostalgische alte Fischerdörfer bewundert werden. In direkter Umgebung Wittows, in der Schaabe, gibt es darüber hinaus auch einen kilometerlangen feinsandigen Strand, sodass auch Badenixen und Sonnenanbeter voll auf ihre Kosten kommen.

Seit 2003 finden in Wittow außerdem regelmäßig Surfcups statt, die sich aufgrund der idealen Rahmen- und Wetterbedingungen immer größerer Beliebtheit erfreuen. Nicht umsonst gilt Wittow als absoluter Hotspot unter eingefleischten Windsportlern und wird daher auch als Windland bezeichnet.

Burgwall Arkona© Stefan Klatt / Wikmedia Commons [gemeinfrei]

Sehenswürdigkeiten auf Wittow

Der Name Wittow ist höchstwahrscheinlich an das slawische Wort vitŭ angelehnt, was so viel heißt wie Gewinn. Die Herkunft des Namens lässt bereits vermuten, dass auf Wittow einige sehenswerte Überbleibsel aus der Zeit der Slawen zu finden sind. Das beste Beispiel hierfür, ist die Ruine der Jaromarsburg direkt am Kap Arkona, die auf die Ansiedlung der Slawen im 7. Jahrhundert schließen lässt. Im 12. Jahrhundert wurde diese durch die Dänen zerstört, sodass heute nur noch ein Flächendenkmal an die Slawensiedlung erinnert. Dieses Denkmal umfasst dabei gleichzeitig noch einige andere Sehenswürdigkeiten der Region, wie zum Beispiel die Nebelstation, den Peilturm und die zwei Leuchttürme von Wittow.

Die Besichtigung der beiden Leuchttürme aus dem 19 und 20. Jahrhundert sollte sich kein Besucher der Insel entgehen lassen. Als Meisterwerk der Baukunst ist der im 19. Jahrhundert entstandene, 20 Meter hohe Schinkelturm ein Musterbeispiel der klassischen Architektur. Er wird mittlerweile liebevoll das Leuchtfeuer vom Kap Arkona genannt. Sein 36 Meter hoher Nachbar trat im 20. Jahrhundert die Nachfolge des antiken Leuchtfeuers an. Dieser besteht vollständig aus den zu der Zeit als Baumaterial beliebten Ziegelsteinen und beherbergt seit Anfang der 90er Jahre eine kleine Ausstellung.

Die Landschaft in Wittow selbst, stellt außerdem eine der bekanntesten Attraktion der Insel dar. Die berühmte aus Kreide bestehende Steilküste am Kap Arkona und das idyllische Naturschutzgebiet des Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft sind der Touristenmagnet schlechthin und sorgen dafür, dass jährlich viele Tausend Menschen die Insel besuchen.

Ebenfalls besonders sehenswert ist auf Wittow auch das beschauliche Fischerdorf Vitt, das in der Nähe von Putgarten liegt und durch eine Reihe alter Reetdachhäuser einen ganz speziellen, urigen Charme besitzt. Doch auch die weniger bekannten Gegenden der Inseln haben ihren Reiz, so sind zum Beispiel die um 1200 gebaute Backsteinkirche in Altenkirchen und die Hünengräber bei Nobbin stets einen Besuch wert.