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Bräuche und Traditionen

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Osterwasser und Peppernöt - Brauchtum auf Rügen

Ostern und Weihnachten sind, wie überall im Kalender der Deutschen, Feste, die mit zahlreichen Bräuchen und Traditionen verbunden sind. An Ostern lodert in Binz die beliebte Osterfeuer-Meile. Vielerorts sind Bäume und Sträucher mit bunten Eiern geschmückt. Auf der Halbinsel Mönchgut hat sich mit den Eier kullern ein besonderer Brauch erhalten. Eier, welche die Talfahrt am Schafberg nicht heil überstehen, werden auf der Stelle verspeist.
Dass an Weihnachten süße Gaben verteilt werden, ist ein alter winterlicher Kultbrauch. Einst waren vermummte Tiergestalten dafür verantwortlich. Knecht Ruprecht hieß auf der Halbinsel Mönchgut “Rumprekker”. Er war maskiert und mit einer Rute bewaffnet. In den Händen hielt er einen Strumpf, der mit Holzasche gefüllt war. Die Geschenke wurden, begleitet von den Worten: “Hu, Julklapp”, durch die Tür hereingeworfen. An den Weihnachtsabenden fanden vielerorts auf Rügen Umzüge statt. Der mit Äpfeln, Nüssen und Trockenpflaumen geschmückte kleine Tannenbaum wurde erst am ersten Weihnachtstag angezündet. Zum Festmahl wurde Schweinebraten mit Backpflaumen und Reis serviert.

Sagenhaftes Rügen - Bräuche, Feste, Mythen

Rügen ist weltoffen und mystisch zugleich. Stolze Bauten der Bäderarchitektur und lebendige Promenaden gehen Hand in Hand mit einsamen Alleen und stillen Kirchen. Die Menschen leben im Einklang mit der Natur und haben sich längst dem Fremdenverkehr geöffnet, doch dabei nicht verlernt, ihren Wurzeln treu zu bleiben und Sitten und Bräuche zu pflegen und zu bewahren. Der Sagenschatz der Insel führt uns zurück zu deren Entstehung. So soll Gott die Erschaffung der Welt beinahe abgeschlossen haben und von Bornholm aufs Meer geblickt haben. Etwas Erde war noch übrig und die Küstenlandschaft erschien dem Herrgott doch etwas kahl. So warf er den Erdklumpen ins Meer und glättete die Ränder, bevor er Feierabend machte und die größte deutsche Insel geschaffen und damit ein wahres Meisterwerk abgeliefert hatte.

Mystischen Spuren können Sie auch unweit der Stubbenkammer folgen. Hier bewohnte Göttin Hertha die Herthaburg. Die Göttin beschenkte die Bauern mit Früchten und fuhr mit einem Wagen durchs Land. Nach der Fahrt gönnte sich die Göttin ein Bad im nahen Waldsee. Die Diener, die ihr dabei zur Hand gingen, wurden im See ertränkt und ihre Geister versammeln sich noch heute am Ufer.

Klaus Störtebeker ist ein Mythos auf Rügen und nicht zuletzt durch die Störtebeker-Festspiele unsterblich. Sein Grab soll in der Maltziner Wiek, südlich von Zudar zu finden sein. Der Volksheld soll in einem goldenen Sarg liegen, an dem eine goldene Kette befestigt ist, die bis an die Erdoberfläche reicht. Viele haben sich schon vergeblich auf die Suche nach dem Schatz gemacht, doch einer kennt die Antwort. Ein einziger Fischer in den Küstenorten weiß davon, doch er verrät sein Geheimnis niemals.