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© pommes.fritz123 / Flickr [CC BY-SA 2.0]
Artikel erstellt am 30.04.2015

Von der Schnitzeljagd zum Geocaching – die moderne Schatzsuche auf Rügen

Auf Rügen gibt es unzählige schöne Ecken, kleine und große versteckte, paradiesische Winkel und jede Menge einzigartig schöne Natur zu entdecken - beste Voraussetzungen also, um sich im nächsten Rügen Urlaub endlich mal wieder wie in Kindertagen auf eine aufregende Entdeckungsreise nach den verborgenen Schätzen der Insel zu machen! Dieser Beitrag verrät dabei nicht nur die Unterschiede zur altbekannten und beliebten Schnitzeljagd sondern erklärt auch wie die neue Form der Schnitzeljagd funktioniert, was es dabei zu beachten gibt und wo die besten Geocaching-Touren auf Rügen für alle – vom Einsteiger bis zum Profi – zu finden sind.

Das 1x1 des Geocaching

Vor einigen Jahren in den USA erfunden, erfreut sich die elektronische Schatzsuche mittlerweile auch in Deutschland wachsender Beliebtheit. Ähnlich wie bei der konventionellen Schnitzeljagd, geht es auch hier in erster Linie darum, einen Schatz zu finden. Beim Geocaching wird dieser allerdings mittels GPS-Koordinaten ausfindig gemacht und nicht mit Hilfe von ausgestreuten Sägespänen oder anderen materiellen Fährten, die die Umwelt verschmutzen. Versteckt werden die „Caches“, wie die als Schatz versteckten Behälter auch heißen, von anderen aktiven Spielern, die auch „Geocacher“ genannt werden. Sie geben die exakten Koordinaten zu den versteckten Schätzen vorher in einschlägigen Foren, auf Geocaching-Portalen oder auch in speziellen Apps ein. Wonach genau beim Geocachen gesucht wird, ist dabei ganz unterschiedlich und den Behältern werden je nach Größe und Versteck auch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade zugeordnet. Im Inneren der Behälter befindet sich dabei allerdings stets zumindest ein „Logbuch“, das heißt eine Liste, in der sich alle diejenigen Geocacher verewigen dürfen, die den jeweiligen Schatz bisher gefunden haben. Zusätzlich meist auch eine kleine Überraschung versteckt, die sozusagen den Schatz darstellt. Anders als bei herkömmlichen Schnitzeljagden darf dieser aber verständlicherweise nicht einfach entnommen werden, sondern muss zurückgelegt oder durch einen gleichwertigen Schatz ersetzt werden - sonst hat der nächste Finder schließlich keine Überraschung mehr. Wer bei der digitalen Schatzsuche mitmachen möchte, braucht entweder ein Navigationsgerät, ein Smartphone mit GPS Funktion oder ein professionelles GPS-Ortungsgerät, wie es die Profis benutzen.

Vorbereitung auf das Abenteuer Geocaching

Bevor die Abenteuerreise jetzt aber so richtig losgehen kann, ein paar Dinge vorweg: Das Ziel beim Geocaching ist es zwar, wie bei der herkömmlichen Variante aus Kindertagen auch, den verborgenen Schatz zu finden, das Beste ist aber eigentlich die Suche, das heißt der Weg dahin! Gerade wenn dieser dabei mitten durch Rügens atemberaubende Natur führt heißt es: Augen auf und aufgepasst, vor allem auch aus Rücksicht auf die hiesige Flora und Fauna, die bei der Jagd auf den Schatz natürlich nicht zu Schaden kommen sollte. Es empfiehlt sich außerdem das eigene Können, und das bedeutet in erster Linie die Kondition, realistisch einzuschätzen und die Geocaches entsprechend auszuwählen. Anfänger sollten daher zunächst nach Geocaches mit einem niedrigen Schwierigkeitsgrad suchen, die nicht zu schwer zu finden sind und möglichst auch nicht zu weit auseinander liegen, um sich fürs Erste nicht zu weite Fußwege zuzumuten. Außerdem ist natürlich auch die geeignete Bekleidung und bequemes Schuhwerk für ein erfolgreiches Geocaching-Erlebnis unabdingbar. Wer hat schon Lust bei strömendem Regen bis auf die Knochen nass zu werden oder sich bei sengender Hitze einen Sonnenstich einzufangen? Wie bei allen Outdoor-Aktivitäten gilt daher auch beim Geocachen: Gut vorbereitet ist halb gewonnen. Deswegen sollten unerfahrene Geocacher sich auch unbedingt ein möglichst genaues Bild von Landschaft und Umgebung machen, bevor sie vor Ort mit vollkommen unwegsamem Gelände, schwindelerregenden Höhenmetern oder anderen unliebsamen Überraschungen konfrontiert werden. Ein Blick auf eins der einschlägigen Geocaching-Portale, in einen der zahlreichen hilfreichen Ratgeber oder in entsprechende Foren empfiehlt sich Einsteigern daher unbedingt. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen möchte, damit die erste Tour auf jeden Fall von einem Erfolgserlebnis gekrönt wird, dem bieten sich auf Rügen zum Beispiel die geführte Wanderungen in Binz, Göhren oder auch in Prora an, bei denen in kleinen Gruppen gemeinsam „gecacht“ wird.
Einen neuen Blickwinkel auf die Natur Rügens entdecken
Wer diese Tipps immer im Hinterkopf behält, ist auf dem besten Weg ein neues Hobby für sich zu gewinnen und sieht Rügen so ganz nebenbei auch noch von einer völlig neuen Seite. Die entlegensten Winkel, ausgefuchste Geheimverstecke und verlassene Plätze, die sich die Natur abseits des Massentourismus der beliebten Ostseeinsel zurückerobert hat, werden dabei genauso ergründet, wie Sehenswürdigkeiten und beliebte touristische Ziele. Wer weiß, dass sich an einem bestimmten Ort etwas verbirgt, der nimmt die Umgebung auf einmal aus einer ganz anderen Perspektive wahr und entwickelt ein neues Verständnis für den unschätzbaren Wert der Natur und der in ihr lebenden Tierwelt. Doch wo anfangen zu suchen, wenn es auf Rügen doch eine so erstaunlich große Vielfalt an versteckten kleinen und großen Caches gibt?

Die Schätze der Ostküste

Im Südosten der Insel zwischen Prora und der Halbinsel Mönchgut zum Beispiel ist die Dichte an versteckten Behältern besonders hoch. Gerade im Gebiet um die beeindruckende Bauruine des Kdf-Seebads, welche dank ihres einzigartigen Flairs ja regelrecht zu Schatzsuchen einlädt, gibt es einige, in der Geocaching-Szene als legendär geltende Caches, aufzuspüren. Als sogenannter „Lost Place“, also ein von Menschen zum Großteil verlassener Ort, eignet sich das weitläufige Gelände nicht nur ideal für trickreiche Verstecke, sondern sorgt auch noch für eine ganz besonders mystische Atmosphäre, die an das Rügen vergangener Tage erinnert. Wem das historische Prora für den Anfang doch ein wenig zu mysteriös und die hiesigen Caches ein bisschen zu gut versteckt sind, der versucht sein Glück zum Beispiel im Süden Rügens auf der beschaulichen Halbinsel Mönchgut. In den Zickerschen Bergen ist hier beispielsweise ein Schatz versteckt, der mit einem nicht allzu hohen Schwierigkeitsgrad gekennzeichnet ist. Für alle, die von Mönchgut dann noch nicht genug haben und den maritimen Charme der Insel in vollen Zügen genießen möchten, sind im äußersten Süden der Halbinsel außerdem noch zwei weitere Caches mit den vielversprechenden Namen „Der Käptn kennt den Kurs…“ und „Höft Höft Hurra“ versteckt. Um diese Zwei aufzuspüren, braucht es allerdings dann schon ein bisschen mehr Geschick.

An den Sehenswürdigkeiten auf Rügen versteckt

Doch nicht nur verlassene Bauruinen und beschauliche Halbinseln, auch die berühmteren Städte Rügens, wie zum Beispiel Bergen, Binz oder Sellin locken mit dem ein oder anderen versteckten Cache. Gerade im Bereich der Seebrücken in Göhren und Sellin sollten Geocacher auf Rügen beispielsweise ganz besonders die Augen offen halten, denn hier verbergen sich eher ungewöhnliche Caches, die auf den ersten Blick gar nicht so leicht zu erkennen sind. Mehr wird an dieser Stelle allerdings nicht verraten!
Wen es auf Rügen eher in den Norden in Richtung des berühmten Kap Arkona zieht, der muss aufs Geocaching aber keinesfalls verzichten! Gerade im hiesigen Nationalpark Jasmund verstecken sich einige Schätze mit ganz unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, sodass hier vom unerfahrenen Geocaching-Anfänger bis hin zum routinierten Profi garantiert jeder auf seine Kosten kommt. In dieser Region werden auch immer wieder geführte Geocaching-Touren angeboten und auch für Gruppen, wie Familien- oder auch Betriebsausflüge, in denen unterschiedliche Erfahrungsniveaus vorhanden sind, eignet sich das weitläufige Gelände mit seiner berühmten Steilküste und den umliegenden Wäldern hervorragend.

Unbegrenzte Möglichkeiten

Je geübter im Aufspüren der Caches, desto mehr und vor allem schwierigere Caches lassen sich finden. Einmal ausprobiert, sind die meisten Neulinge auch schon mit dem Geocaching-Fieber angesteckt und versuchen sich an immer schwierigeren und umfangreicheren Such-Trips. Spazierengehen und Wandern kann schließlich jeder - wie wär’s zur Abwechslung mal mit etwas mehr Action? Geocaching ist nämlich viel mehr als nur die koordinatengeführte Suche nach versteckten Behältern. Mittlerweile gibt es eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen Nutzungsarten des amerikanischen Trendspiels. In Sassnitz zum Beispiel gibt es einen Cache, dessen Koordinaten sich erst offenbaren, wenn alle Fragen eines Quiz korrekt beantwortet wurden. Die Suche nach den richtigen Antworten führt dabei auf einem Rundgang quer durch die malerische Altstadt und lehrt allerhand Wissenswertes über die Stadt und ihre Vergangenheit. Solche Quiz-, Rätsel- oder auch Mystery-Caches sind dabei auf Rügen keine Seltenheit und es gibt zahlreiche Wanderungen und Rundgänge zu den unterschiedlichsten Themen. Rund um die berühmten Jagdschlösser, Herren- und Gutshäuser ist hier beispielsweise der ein oder andere spannende Mystery-Cache zu lösen, bei dem knifflige Fragen und spannende Herausforderungen den Weg zum Schatz weisen. Bestes Beispiel dafür ist wohl der Cache mit dem verheißungsvollen Namen „Das verschwundene Schloss“, der unmittelbar mit dem berühmten Schloss Ralswiek verknüpft ist, aber erst gefunden werden kann, wenn vorher „Auf Störtebekers Spuren" gewandelt wurde. Ein unterhaltsames Detektiv-Spiel an dem vor allem Kinder großen Spaß haben, das sich aber auch hervorragend für einen abwechslungsreichen Ausflug mit der ganzen Familie eignet.
Wer jetzt Lust bekommen hat, seinen nächsten Urlaub auf Rügen, mit einer ausgiebigen Schatzsuche zu verbinden und damit längst vergessene Erinnerungen an die Kindheit wieder aufleben zu lassen, der sollte am besten sofort loslegen. Derzeit herrscht mit Sonnenschein und milden Temperaturen gerade bestes Caching-Wetter auf Rügen und wer weiß, wie lange das noch so bleibt! Rucksack gepackt und Wanderschuhe geschnürt? Dann kann’s ja losgehen!