Mönchgut

Mönchgut


© Frank Jäger / Wikimedia Commons
Bereits 1250 wurden die noch heute existierende Dorfschule und das älteste Gebäude der Insel urkundlich erwähnt. Geprägt wurde die Insel bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts vor allem von der Fischerei, der bäuerlichen Landwirtschaft und dem Lotsenwesen. Besonders das Hüten von Schweinen, Schafen und Rindern wurde hier großgeschrieben. In erster Linie mit dem Fangen von Heringen konnten sich die Leute ernähren. Noch im Jahre 1990 war dies nebst der Lotsentätigkeit ein sehr einträgliches Geschäft. Dies war auch schon zu Zeiten der sozialistischen Planwirtschaft zwischen 1945 und 1990 so.

Seltene Kräuter, Pflanzen, Kriechtiere und Insekten haben ihre Heimat auf Mönchgut. Dies war ausschlaggebend dafür, dass sich im März 1991 die UNESCO dafür entschieden hat, Teile von Mönchgut zum Schutzgebiet zu ernennen. Ebenso sind die hohen Wiesenhügel, die der Schafszucht dienen und von ihr geprägt wurden, besonders sehenswert.

Der 38 Meter hohe Lotsenberg mit dem darauf stehenden Lotsenturm ist nicht nur ein sehenswertes Denkmal, sondern ist auch dafür verantwortlich, dass das heutige Ostseebad Thiessow gegründet worden ist. Hier fühlen sich vor allem Surfer und Strandurlauber sehr wohl. Ein besonderes Highlight ist auch die Schmalspurbahn Rasender Roland. Die historische Dampflokomotive ist dort seit 1895 in Betrieb.